Literatur über die Gefahren durch Zecken

 

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Infektionen schon ab 2 Stunden Ansaugzeit. 

Infektionsrisiko ab zwei Stunden nach dem Stich Bei Überschreitung der gefahrlosen Zeit ist die Infektion augenblicklich möglich. Denn experimentell wurde ermittelt, dass das Infektionsrisiko schon ab 2 Stunden seit dem Stich beginnt. [Horst, 2003, S. 244]

7 % der 14 bis 17 jährigen Jugendlichen infiziert

Im Alter zwischen 14 und 17 Jahren haben schon 7% der Jugendlichen mindestens einen Zeckenstich mit erfolgreicher Transmission von B. burgdorferi erfahren.

[Robert Koch-Institut, 2012, Seite 118]

Fast 7 % der 14 bis 17 jährigen beeinträchtigt

Fast immer wird die Hirnleistung beeinträchtigt.

[Ehem. Patientenbeauftragter der Bundesregierung Zöller, 2010]

Symptome unbekannter Häufigkeit

2.2.4 Chronisches Stadium

Die zeitliche Differenzierung zwischen Früh- und Spätstadium ist willkürlich.  Krankheitsmanifestationen der Lyme-Borreliose, die mehr als 6 Monate nach Infektionsbeginn auftreten, werden hier als Spätmanifestation bzw. als chronisch bezeichnet. Die Lyme-Borreliose kann zu zahlreichen Symptomen führen. Besonders häufig sind:

 

• Fatigue (Erschöpfung, chron. Krankheitsgefühl)

• Encephalopathie (Hirnleistungsstörungen)

• Muskel- und Skelettbeschwerden

• Neurologische Symptome (u. a. Polyneuropathie)

• Magen-Darm-Beschwerden

• Urogenitale Symptome

• Augensymptome

• Hautsymptome

• Herzerkrankungen 

[DEUBO, 2011, Leitlinien für Ärzte, S. 3]

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Nach Einführung der Meldepflicht wurden 5.860 Infektionen mit Wanderröte in einem Jahr aus Bayern gemeldet. Laut Studie des RKI Absatz 3 erfahren 27% der Kinder jährlich einen Zeckenstich. Am Beispiel der Gesamtbevölkerung Bayerns kalkuliert: Wenn statt 27% nur 10% der 12 Mio Menschen gestochen werden, sind mindestens 1 Mio Zeckenstiche zu beklagen. Da laut LGL Bayern 10 - 20 % der Zecken infiziert sind, reduziert sich die Zahl auf mindestens 100.000 infektionsriskante Zeckenstiche. Wenn bei der Hälfte die infektionsfreie Zeit z.B. durch Arztbesuche oder über Nacht überschritten ist, können mindestens 50.000 latente Infektionen in Bayern jährlich kalkuliert werden. Dagegen sind 5.860 Dank Wanderröte augenfällige Infektionen  selten. Ca. 90 % der Infektionen sind latent und bleiben unbehandelt.

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